MusicLover – die Internationale des guten Musikgeschmacks
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    MusicLover 406 / Hammer-Geschenk an Bratsch-Fans

    Liebe Music Lover,

    heute darf ich euch mal wieder mit einem ganz wunderbaren Angebot überraschen:

    Da ich seit 2002 alle Konzerte von Bratsch im MusicLover angekündigt habe, darf ich euch diesmal ein besonderes Geschenk offerieren: Ihr kommt zu zweit zum Konzert am Sonntag (30.10.11) und müsst nur ein Ticket bezahlen. Dazu reicht eine Anmeldung per Mail bei  Markus Gardian: mail@markusgardian.de

    Danke Markus, danke Brotfabrik.

    Bratsch sind eine der besten akustischen Bands der Welt, die mit riesiger Spielfreude jeden in ihren Bann ziehen. Ihr neues und fabelhaftes Album habe ich soeben in meiner Sendung Globalwize vorgestellt. Nun könnt ihr meine Lieblingsband im Konzert erleben:

    Bratsch
    Brotfabrik
    Bachmannstrasse, Frankfurt-Hausen
    30.10., 20 Uhr
    Veranstalter: http://www.brotfabrik.info/index.php?id=25

    Homepage mit Musik: www.bratsch.com

    Kartenbestellung unter Stichwort „MusicLover“: mail@markusgardian.de

    Bratsch sind Grenzgänger an den Rändern unterschiedlichster musikalischer Stile, immer auf der Suche nach einer eigenen, ganz unverwechselbaren Ästhetik. Die Vagabunden aus der Pariser Großregion reklamieren für sich kein anderes Territorium als die Freiheit. Bratsch sind Frankreichs älteste Boygroup und sprechen dabei ein Publikum an, das von jugendlichen Dissidenten der Mainstream-Kultur bis hin zu (alten) Immigranten vom Balkan oder Armenien reicht. In den über 30 Jahren ihrer Existenz hat sich dabei ihr Publikum immer wieder verjüngt. Kein Wunder, denn diese ausgefuchsten Akustiker entwickeln eine “Folklore imaginaire”, die sich aus vom Improvisieren geprägten Musiktraditionen speisen. Von Armenien über Griechenland, dem Balkan, Italien bis zum französischen Musette oder Gypsy Swing spannt sich ihr Programm. Sie sind exzellente Songschreiber und haben einige neue Chansons im Gepäck. Traditionen werden dabei mit neuen Formen, Klängen und einem städtischen Lebensgefühl konfrontiert. Die universellen Werte aller Musik, Leid, Melancholie, die Freude des Festes, Ekstase und Rebellion grundieren dabei ihre hinreißenden Performances.

    Man sieht sich (ich komme Sonntag)

    Jean

    MusicLover 405 / Swing & Lindy Hop im Frankfurter Untergrund

     

    Liebe MusicLover,

    heute möchte ich euch zu einer kommerzfreien Veranstaltung – Eintritt frei, keine Gastronomie (bringt gerne eure Getränke mit) – einladen. Nach dem wunderbaren Abend zum Thema Rembetiko im Chilida Denkmal „Ein Haus für Goethe“ wurde das Vintage Soundsystem Team eingeladen, den Abschluss der Reihe „xqm – Wem gehört der Raum zwischen den Häusern?“ zu gestalten. Diesmal wird ein Zeitsprung in die Zeit der heißen Grooves im Frankfurt der 1930er Jahre gemacht: Swing, Lindy Hop, lässige Kleidung, Jugendkultur, Hotmühle … „Heil Hotler“. Mit Musik vom Grammophon, einer Ausstellung und Begegnungen möchten wir den aktuellsten Retro-Kult „Electro Swing“ auf seine historischen Füße stellen. Dabei darf natürlich auch nicht die Verfolgung der Swing-Jugend durch die Nationalsozialisten ausgespart werden. Solltet ihr Zeitzeugen kennen, ladet sie ein. Es wäre uns eine große Ehre, sie zu begrüßen und uns mit ihnen zu unterhalten.

    Vintage Soundsystem präsentiert:
    Swing & Lindy Hop im Frankfurter Untergrund
    Samstag, 8. Oktober // 16:00 – 22:00 Uhr
    Frankfurt, B-Ebene Eschenheimer Tor

    Auf der Facebook-Seite werden immer wieder neue (alte) Videos und Fotos gepostet:
    http://www.facebook.com/VINTAGESOUNDSYSTEM?sk=wall

    Das Programm:
    DJ Kaiser L mit seiner Old-School-Performance: Original-Schellackplatten auf dem Grammophon
    eine Ausstellung zum Thema
    eine Menge (fast) unglaublicher Geschichten

    Ich freue mich, euch zu sehen

    Beste Grüße

    Jean

     

     

    Mehr Informationen zu dem Projekt

    Die Presse ist zurzeit voll mit Artikeln über einen gewissen „Retro Kult“. Seit einigen Jahren und von der Öffentlichkeit nicht größer beachtet, trifft sich in vielen Städten eine sehr aktive Swing Szene, um zu frühem Jazz zu tanzen, manchmal sogar in den Klamotten dieser Zeit. Andere DJs kreuzten Swing und House Beats und schufen ein neues Genre: Electro Swing. VINTAGE SOUNDSYSTEM möchte an die Wurzeln des Swing gehen, an die Anfänge des Jazz in Frankfurts erinnern und auch nicht vergessen, dass es eine Zeit gab, da man schon für seinen Musikgeschmack verfolgt werden konnte.

    Der Jazz/Swing der ausgehenden zwanziger und frühen dreißiger Jahre und die damit einhergehende „Revolution“ der Tanzkultur erzeugt die erste internationale „Jugend(sub)Kultur“. Ermöglicht wurde die relativ schnelle Verbreitung durch die damals jungen Medien: Tonfilm, Radio und Schallplatte. Dank schneller Schiffsverbindungen und guter Reisemöglichkeiten innerhalb Europas (London-Paris-Berlin) waren Tourneen amerikanischer Bands kostendeckend möglich. Die jugendliche Begeisterung für den „Niggerjazz“ (Abgrenzung von den Eltern, Freizügigkeit – auch sexuell -, eigner Kleidungsstil, Alkohol- & Drogengenuss usw.) waren den konservativen Kräften überall ein Dorn im Auge – hier zeigen sich durchaus Parallelen zur Rezeption des Rock ‘n Roll in den fünfziger Jahren auf.

    In Deutschland stellt mit der Gleichschaltung des öffentlichen Lebens durch die Nazis dieser individuelle Lebensstil eine Bedrohung des auf Nationalismus und Rassismus basierenden Systems dar: Wer sich verweigert wird zum Staatsfeind. Bis und während der Olympiade von 1936 präsentiert sich Deutschland noch als „weltoffen“. Danach nimmt die Repression zu – wer sich nicht beugt, muss mit ernsthaften Konsequenzen rechnen. Die Musik wird als „Swing-Niggerei“ und „Gejüdel“ (Benny Goodman z.B. war Jude) verächtlich gemacht und zum Thema von Ausstellungen („Entartete Musik“). Das Vorgehen des Nazi-Systems gegen die Swing-Bewegung ist tatsächlich drastisch: Die Repressionen reichten vom Abschneiden der langen Haare durch den HJ-Streifendienst über Schutzhaft und Schulverweise bis zur Verhaftung angeblicher Rädelsführer und deren Deportation in Konzentrationslager.

    In der späteren Jazz-Hauptstadt Frankfurt am Main entstand schon in den frühen 1930er Jahren eine lebendige Swing-Kultur. Bis die Swing-Musik durch die Gestapo verboten wurde, konnte man in den innerstädtischen Tanzcafés und Bars dem „heißen Groove“ lauschen oder dazu tanzen. Obwohl sich die beteiligten Jugendlichen dem nationalsozialistischen Ideal nicht unterordneten, stellten sie zunächst keine politische Opposition dar und waren tendenziell unpolitisch. Doch die gewaltsame Verfolgung und Verhaftungswellen durch die Gestapo (Emil Mangelsdorff z.B. wurde in der berühmt-berüchtigten Gestapo-Villa im Westend festgehalten und verhört) hatte zur Folge, dass der Nationalsozialismus zunehmend politisch abgelehnt wird. Vereinzelt bestanden später Verbindungen zu Widerstandsgruppen.

    In Frankfurt trifft sich die Swing-Jugend heimlich in verschiedenen Lokalen in der Innenstadt: „Rokoko-Diele“ des Kyffhäuser Hotels in der Kaiserstraße, im „Harlem-Club“ am Roßmarkt und im späteren „Hot Club“ in der Münchener Straße. Zudem wurden vermehrt private Swing- und Jazz-Parties organisiert.

    MusicLover 402 / Globalwize / Summer in the City / Shantel in Hanau

    Liebe Music Lover,

    Der letzte MusicLover begann so: „Es ist Mittwoch, es regnet und es ist Radiozeit“, nun – es ist Montagabend und ich bin voller Hoffnung, dass es morgen nicht regnet und wir das Konzert Caci Vorba im dicken Pullover aber ohne Regenschirm genießen können. Während ich schreibe, wähle ich gerade die Platten für meine Radioshow am Mittwoch aus.

    Globalwize
    Mittwoch 10.08. 19-21 Uhr, Wh. 11.08. 10-12 Uhr
    Radio X Frankfurt 91.8 FM/ im Frankfurter Kabel 99.85
    Livestream http://www.radiox.de/live
    Globalwize Playlists @ WeltBeat http://www.weltbeat.net/?page_id=42

     

    Doch morgen geht’s erst einmal zu den fabelhaften Caci Vorba – ich freue mich ganz besonders auf Maria & Piotr:

    weltmusik im palmengarten
    Musikpavillon im Palmengarten
    Beginn 19.30 / Einlass ab 18.30

    Di 9.8.
    Čači
    Vorba Polen / Ukraine

    Maria Natanson (vocal, violin, kabak keman), Piotr Majczyna (guitar, bouzouki, mandola), Paweł Sójka (accordion), Lubomyr Iszczuk (percussive instruments), Robert Brzozowski (double bass)

    Die fünfköpfige Gruppe – spezialisiert auf eine temperamentvolle Mischung von Roma-, Karpaten- und Balkanmusik – verarbeitet traditionelle Melodien der Roma, der Ungarn, Rumänen, Südslawen und Griechen und des Nahen Ostens ohne deren Leidenschaft und Tanzdynamik aufzugeben. Es ist eine virtuose Fusion aus Ethnomusik, Roma-Swing, rumänischem Blues, huzulischer Hochzeitsmusik und mediterranen Klangfarben, die auf traditionellen Instrumenten gespielt wird und ohne elektronisches Stützkorsett auskommt. Die Sängerin und Violinistin Maria Natanson und ihre Musiker schaffen eine grenzüberschreitende und sehr eigene Musiksprache – einen Dialekt, der das Verbindende ausdrückt: Freude, Leidenschaft, Sehnsucht und Traurigkeit.

     

    Am Freitag besteht die einzige Möglichkeit Shantel mit seinem neuen Bucovina Club Orkestar zu erleben. Sie haben sich einen legendären Ruf erspielt. In ihren Live-Shows begeistern sie alle Zuschauer von der ersten bis zur letzten Reihe. Da bleibt keiner stehen. Da bleibt keiner unberührt. Nicht umsonst feiert Shantel in ganz Europa grandiosen Erfolg. Seine aktuelle “Anarchy and Romance Tour 2011” führt ihn nach Finnland, Belgien, Frankreich, Schweiz, Österreich, Rumänien, Kroatien, Türkei, Ungarn und bis nach Israel, wo er am Donnerstag das Barbi rockt. Einen Tag später…

    Shantel & Bucovina Club Orkestar – “Anarchy and Romance Tour 2011”
    12.08.11 im Amphitheater in Hanau.

    Einlass: 18:30 / Beginn: 19:30 Uhr
    Tickets: http://www.shooter.de/event_show.php?id=272

    Shantel Homepage: http://www.bucovina.de
    Shantel Facebook: http://www.facebook.com/ShantelBucovinaClub
    Shantel live Impression: http://www.youtube.com/watch?v=B50EDxgFJdU

     

    Nächste Woche spielen Mi Loco Tango ihr Piazzolla-Programm als Gäste des Antagon Theaters beim Festival SOMMERWERFT

    Von Teufeln und Engeln
    Mi Loco Tango

    Sommerwerft Theater Festival
    Mi., 17. August, Beginn: 21:45 Uhr

    Frankfurt // Weseler Werft

    http://www.milocotango.de
    http://www.sommerwerft.de

    Das international besetzte Quartett Mi Loco Tango – ein Bajanist (Knopfakkordeon) aus Russland, eine Geigerin und eine Pianistin aus Deutschland, und ein deutsch-französischer Kontrabassist – hat sich 2002 zusammengefunden, um sich zunächst ausschließlich dem Werk des argentinischen Komponisten und Musikers Astor Piazzollas zu widmen. Der große Tango-Innovator hat eine ganze Reihe von Originalkompositionen immer wieder den Engeln oder Teufeln gewidmet und auf vielen seiner Veröffentlichungen verstreut. Jetzt werden diese kleinen Geschichten vom Ensemble Mi Loco Tango zum ersten Mal zusammengefasst und gegenübergestellt.

    Traurig muss ich diesen Newsletter schließen, denn mein Lieblingsausrüstungsladen „Supertramp“, Jordanstr. 30 in Bockenheim macht dicht. Die großen Ketten haben ihnen das Leben schwer gemacht. Jetzt heißt es „Alles muss raus“ (mit Abschlägen von 30-70%), die fachkundige Beratung für die ich diesen Laden so geschätzt habe, bekommt ihr gratis.

    Beste Grüße

    Jean

     

    MusicLover 401 / Globalwize / Summer in the City

     

    Liebe Music Lover,

    es ist Mittwoch, es regnet und es ist Radiozeit:

     

    Globalwize
    Mittwoch 13.07. 19-21 Uhr, Wh. 14.07. 10-12 Uhr
    Radio X Frankfurt 91.8 FM/ im Frankfurter Kabel 99.85
    Livestream
    Globalwize Playlists @ WeltBeat

     

    Jedes Jahr weise ich gerne auf die Veranstaltungen von Summer in the City hin. Jazz im Museum und Weltmusik im Palmengarten trumpfen nicht nur mit tollen locations auf sondern auch mit einem ebenbürtigen Programm – heute mal keine Bilder, dafür aber eine Textflut:

     

    weltmusik im palmengarten

    Musikpavillon im Palmengarten

    Beginn 19.30 / Einlass ab 18.30

     

    Di 26.7.

    Ana Moura Portugal

    Ana Moura (vocals), Costodio Castelo (portuguese guitar), Jose Nunes (guitar), Filipe Rodrigues (bass)

     

    Sie gilt als eine der versiertesten Fado-Sängerinnen ihrer Generation. Ob sie ausdrucksstark deklamiert oder filigrane Gefühls-Crescendos aufwirbelt: Ana Mouras voluminöse Altstimme personifiziert das dunkle, sinnliche Credo des Fado. Sie gehört zu einer Generation von Fadistas die zeitgemäße Texte singen, ihre Lieder zeugen von aus Schmerz geborener Weisheit, von Anmut inmitten von Vergeblichkeit, von sexueller Leidenschaft und bitterem Verrat. Von der Schule der Fadolokale Portugals führte sie ihr Weg bis in die New Yorker Carnegie Hall. Eine Fado-Version des Rolling Stones-Klassikers „No Expectations“ sang sie gemeinsam mit Mick Jagger im Stadion von Lissabon. Live präsentiert sich Ana Moura mit einem hervorragenden Gitarren-Trio.

     

    Di 2.8.

    Jimi Tenor & Tony Allen & Band Finnland / Nigeria

    Jimi Tenor (various instruments), Tony Allen (drums), MC Allonymous (MC), Rody Cereyon (bass), Ilkka Mattila (guitar), Akinola Famson (percussion), Abissa Assefa (percussion), Daniel Allen Oberto (trumpet, percussion)

     

    Tony Allen, der Erfinder des Afrobeat, hat in den Siebzigern an der Seite der nigerianischen Legende Fela Kuti Musikgeschichte geschrieben, indem er Jazz, Highlife- und Funk-Rhythmen mit traditionellen Einflüssen fusionierte. Heute begeistert er ganz neue Hörergenerationen für Afrobeat. In der Kollaboration mit dem Jimi Tenor trifft er auf einen ähnlichen Freigeist. Der unkonventionelle Finne ist bekannt dafür, sich ständig neu zu erfinden. In den vergangenen Jahren hat er sich im Spektrum von elektronischer Musik, Jazz, psychedelischem Soul und African Funk bewegt. Mit ihrer Band werden Allen und Tenor für einen groove-lastigen Abend sorgen.

     

    Hier kommt mein Super-Spezial-Tipp. Vor vielen Jahren hatten wir das Nikolaus-Orchester (Orkiestra św. Mikołaja) in den Jardin du Monde eingeladen – Čači Vorba entspringen dieser Band und haben schon mit einem wunderbaren Album (auf Oriente) auf sich aufmerksam gemacht:

     

    Di 9.8.

    Čači Vorba Polen / Ukraine

    Maria Natanson (vocal, violin, kabak keman), Piotr Majczyna (guitar, bouzouki, mandola), Paweł Sójka (accordion), Lubomyr Iszczuk (percussive instruments), Robert Brzozowski (double bass)

     

    Die fünfköpfige Gruppe – spezialisiert auf eine temperamentvolle Mischung von Roma-, Karpaten- und Balkanmusik – verarbeitet traditionelle Melodien der Roma, der Ungarn, Rumänen, Südslawen und Griechen und des Nahen Ostens ohne deren Leidenschaft und Tanzdynamik aufzugeben. Es ist eine virtuose Fusion aus Ethnomusik, Roma-Swing, rumänischem Blues, huzulischer Hochzeitsmusik und mediterranen Klangfarben, die auf traditionellen Instrumenten gespielt wird und ohne elektronisches Stützkorsett auskommt. Die Sängerin und Violinistin Maria Natanson und ihre Musiker schaffen eine grenzüberschreitende und sehr eigene Musiksprache – einen Dialekt, der das Verbindende ausdrückt: Freude, Leidenschaft, Sehnsucht und Traurigkeit.

     

     

    jazz im museum//liebieghaus

    Garten des Liebieghauses, Schaumainkai 71

    Beginn 11.00 / Kasse ab 10.00

     

    So 24.7.

    [em] Wollny Kruse Schäfer / Deutschland

    Michael Wollny (piano), Eva Kruse (bass), Eric Schaefer (drums)

     

    Die Feuilletons feiern Michael Wollny nicht nur als Vertreter einer neuen Generation von Jazzmusikern in Deutschland, sondern auch als eines der größten Nachwuchstalente am Klavier. Mittlerweile gehört er international zu den bemerkenswertesten Pianisten. Seine Vorliebe für kleinere Besetzungen, der intimsten Form der musikalischen Interaktion, lässt sich im Rahmen der diesjährigen Jazzreihe zweimal erleben. Bevor er im August mit Heinz Sauer als Duo auftritt, eröffnet er „summer in the city“ im Garten des Liebieghauses mit seinem Trio [em], in dem die Mitstreiter Eva Kruse und Eric Schaefer heißen. Es geht um gemeinsamen musikalischen Austausch auf Augenhöhe, frisch und voller Einflüsse fernab vom Mainstream.

     

    So 31.7.

    Vijay Iyer & Rudresh Mahanthappa Indien / USA

    Vijay Iyer (piano), Rudresh Mahanthappa (alto saxophone)

     

    Als „eine der großen Partnerschaften im Jazz” beschrieb die Chicago Tribune dieses Duo. Die Söhne indischer Immigranten repräsentieren eine neue Generation amerikanischer Jazzmusiker, die einerseits die Jazzgeschichte verinnerlicht haben und andererseits auch die Kultur ihrer Vorfahren erforschen. Mehrfach ausgezeichnet und von der internationalen Kritik gefeiert, finden sich der Pianist und Altsaxophonist regelmäßig auf den Jahresbestenlisten renommierter Fachmagazine und Tageszeitungen wieder. Ihr Duo-Album „Raw Materials“ wurde von All About Jazz als „vollkommener Triumph, vom Anfang bis zum Ende“ gelobt. Als einen der besten Jazzgigs des Jahres feierte der Guardian ihren diesjährigen Auftritt in London.

     

    So 7.8.

    Yaron Herman Trio / Israel

    Yaron Herman (piano) Tommy Crane or Ziv Ravitz (drums), Matt Brewer or Chris Tordini or Simon Tailleu (bass)

     

    Als Pianist der Stunde wird der israelische Musiker gehandelt, der als Teenager erst mit dem Klavierspiel in Berührung kam als eine Verletzung die Karriere als Basketballspieler beendete. Mittlerweile liegt die internationale Musikpresse dem intelligenten und technisch brillanten Pianisten zu Füßen und das Publikumsecho ist nicht weniger euphorisch. Auf dem aktuellen Album verbindet das Trio Radiohead und Nirvana, israelische Folklore, Jazz und europäische Klassik zu zeitgenössisch instrumentalen Stücken. „Kaum ein anderer vermag, die gesamte Jazztradition so geballt und im rasenden Wechsel in seine Soli einzuverleiben“ schrieb die Süddeutsche Zeitung.

     

    Einen schönen Sommer wünscht euch

    Jean

    MusicLover 400 / Globalwize / Seun Kuti

    Liebe Music Lover,

    wow – 400 MusicLover Newsletter, ich kann’s selber kaum glauben… Der erste wurde am 2.2.2001 verschickt. Dank der neuen Versandstruktur könnt ihr euch an- und abmelden – ganz wie ihr wollt und könnt euren Freunden Bescheid sagen. Das ist der Link zum Anmelden:

    http://www.weltbeat.net/?page_id=83

    Morgen gibt es mal wieder etwas zum Hören. Erst Globalwize mit einem Afrika Special, dann Seun Kuti. Es überschneidet sich etwas, aber ich werde Seun Kuti gleich zu Beginn der Sendung vorstellen. Wer keine Karte hat, kann sich dann immer noch spontan entscheiden:

    Globalwize – Africa Special
    Mittwoch 11.05. 19-21 Uhr, Wh. 12.05. 10-12 Uhr
    Radio X Frankfurt 91.8 FM/ im Frankfurter Kabel 99.85

    Livestream
    Globalwize Playlists @ WeltBeat

    Seun Kuti & Egypt 80
    Frankfurt, Batschkapp
    Mittwoch, 29. Juni 2011; Einlass: 20:00 Uhr; Beginn: 21:00 Uhr
    VVK

    Seun Kuti im Interview

    Bin mir sicher, wir werden uns bei Seun die Füße wund tanzen – ganz so wie bei Fat Freddy’s Drop gestern Abend.

    CU

    Jean

     

    MusicLover 399 / xqm – Frei wie ein Vogel

    Liebe Music Lover,

    heute ein Sondernewsletter für unsere morgige Aktion in der Taunusanlage. Vorher noch die kurze Info: Die Gewinner der Karten für die Konzerte von Fat Freddy’s Drop und Seun Kuti sind benachrichtigt. Noch einmal Danke an Markus Gardian/Mousonturm und Florian Jöckel/Batschkapp für ihre Großzügigkeit. Für beide Konzerte sind (noch) Karten im VVK erhältlich.

    Wir treffen uns rund um die dekorierte Skulptur von Eduardo Chillida „Ein Haus für Goethe“ und widmen dort den Manges mit einer kleinen Ausstellung, einem Soundsystem, Tsipouro und Tanz den Abend. Jeder kann Musik mitbringen und ist eingeladen frei wie ein Vogel zu tanzen! Dirk von Manteuffel hat eine kleine Broschüre gestaltet, in der ihr einen kleinen Text zur Geschichte des Rembetiko findet und vor allem Textübersetzungen von einigen exemplarischen Liedern.
    Bringt Decken, Essen & Trinken mit.

     

    Frei wie ein Vogel: Manges tanzen Zeybekiko

    Freitag, 24. Juni · 17:00 – 23:00
    Eduardo Chillidas Skulptur „Ein Haus für Goethe“ // FFM Taunusanlage (U: Willy Brandt Platz)
    Facebook-Seite
    xqm

     

    Rembetiko

    Ein Zeitsprung: Die Nargile (Wasserpfeife) raucht, ein flinker Kellner bringt immer wieder heißen Tee oder Kaffee, auf einer niedrigen Bühne sitzen in einer Reihe ernst aussehende Männer in dunklen Anzügen. Ihre Instrumente fest gegen den Körper gepresst, singen sie traurig klingende Lieder. Ein Zuhörer steht auf und beginnt langsam zu tanzen. Wir befinden uns in einer schummrigen Hafenkaschemme von Piräus. Heute ist alles anders, Haschisch ist verboten; der Rembetiko war es auch (unter den verschiedenen Diktaturen). Doch er ist nicht vergessen, sondern unsterblich gemacht worden – in Plattenaufnahmen, den Namen seiner großen Interpreten und einem Film. Rembetiko war in den dreißiger Jahren die städtische Volksmusik.

    In Piräus siedelten in den zwanziger Jahren zehntausende von Griechen, die als Opfer des Griechisch-Türkischen Krieges die Türkei verlassen mussten. Hier entwickelten sie u.a. aus der Caféhausmusik Smyrnas (heute Izmir) einen neuen, rauen Stil. In Kaschemmen und Teehäusern wurde dieser von kleineren Ensembles und größeren Orchestern vor einem Publikum aufgeführt, das sich seine Inspiration für extravagante Tänze aus einer mit Haschisch gefüllten Wasserpfeife holte. Re(m)betiko, eine Verschmelzung von Orient und Okzident, lässt sich noch am ehesten mit Tango oder Fado vergleichen, denn er entstand ebenso wie diese in einer spezifischen Subkultur. Die alten Lieder handeln vom Alltag des Manges, dem Haschisch-Genuss, dem Spiel, Tod und dem unausweichlichen Knastaufenthalt. Später kamen noch Lieder über den Widerstand gegen die Nazi-Barbaren und vom Schwarzmarkt hinzu. Manches Rembetiko-Lied erinnert in seiner Struktur an Blues. Ein anderes baut auf alter byzantinischer Musik auf. Der ekstatische Tsifteteli (Bauchtanz-Rhythmus) wird ebenso gespielt wie schwermütige Balladen.

    Das Vintage Soundsystem sagt der Zorbaisierung und Souvlakisierung* der griechischen Musik den Kampf an – also dem ewig gleichen Gedudel wie wir es beim „Griechen“ um die Ecke ertragen müssen. *Diesem Schlachtruf haben wir von der Frankfurter Rembetiko-Band Prosèchos, die uns schon Anfang der Achtziger Rembetiko nahe brachte.

    Ich freue mich auf euch
    Jean

    MusicLover 398 / Die super fette Konzertvorschau

    Liebe Music Lover,

    heute wieder Konzerte satt – zum einen oder anderen Thema melde ich mich noch einmal ausführlicher nächste Woche, aber ihr solltet euch schon einmal die Daten notieren.

    Gleich zwei Tage gastiert dieses Projekt, das eine Brücke von Chile nach Peru bildet in der Brotfabrik:

    Inti Ilimani & Eva Ayllón
    Brotfabrik
    Bachmannstrasse, Frankfurt-Hausen
    Sa 18. & Mo 20.6., 20 Uhr

    VVK

    Vor bald 40 Jahren, als das Militär in Chile gegen die Regierung putschte, waren sie in Italien. Sie konnten nicht zurück, denn in der Heimat wurden ihre Kollegen, wie z.B. Victor Jara, ermordet. Musik von Violeta Parra oder Victor Jara steht immer auf ihrem Programm. Inti Ilimani spielen eine Vielzahl von Saiteninstrumenten, Perkussionen, Flöten und setzen ihren achtköpfigen Stimmsatz äußerst subtil ein. Sie waren und sind immer noch eine politische Band, allerdings mit hohem ästhetischem Anspruch und verweben südamerikanische Traditionen mit europäisch anmutenden Arrangements. Heute treten sie mit der „schwarzen Stimme Lateinamerikas“ (Mercedes Sosa), der Peruanerin Eva Ayllón auf. Sie verbindet das indianische Erbe mit dem schwarzen und dem der Spanier zur „Musica Criolla“. Legenden sind sie beide: Die beste Band Chiles mit einer packenden Musik die frei von Anden-Klischees ist und die große afro-peruanische Sängerin, die für ihre packende Bühnenshow berühmt ist.

     

     

    Super-Sache: In Frankfurt werden seit Mitte April öffentliche Räume neu bespielt. Das Projekt xqm des Frankfurter Künstlers Heiner Blum macht das möglich. Schau euch mal die Projektseite an! Dirk von Manteuffel und ich haben auch einen Programmvorschlag für euch. Ihr wisst es ja, ich bin ein riesiger Rembetiko-Fan und fand in Dirk einen Bruder im Geiste – gemeinsam und mit der Hilfe von unseren griechischen Freunden (u.a. Prosechòs) präsentieren wir:

    Frei wie ein Vogel: Manges tanzen Zeybekiko
    Freitag, 24. Juni · 17:00 – 23:00
    Eduardo Chillidas Skulptur „Ein Haus für Goethe“ // FFM Taunusanlage (U: Willy Brandt Platz)
    FB-Seite
    xqm

    Im Rahmen des Frankfurter Architektursommers bemüht sich xqm für eine neue Aneignung öffentlicher Räume und Plätze. Wir werden uns rund um die dekorierte Skulput von Eduardo Chillida „Ein Haus für Goethe“ treffen und den Manges mit einer kleinen Ausstellung, einem Soundsystem, Tsipouro und Tanz einen Abend widmen. Dabei soll an die städtische Subkultur Griechenlands der Zwischenkriegszeit erinnert werden und unseren Horizont in Gesprächen mit griechischen wie deutschen Rembetiko-Kennern erweitern. Jeder kann Musik mitbringen und ist eingeladen frei wie ein Vogel zu tanzen!

     

     

    Recall für ein Gig, der legendär zu werden verspricht. Im letzten MusicLover vergaß ich zu erwähnen, dass Michael Rütten als DJ das Beiprogramm gestaltet – es lohnt sich also früh zu kommen:):

    Fat Freddy’s Drop
    support: DJ Michael Rütten
    Offenbach, Capitol
    27.6., 20 Uhr
    Infos zum Capitol
    FFD
    FFD’s TV Kanal

     

     

    Ende der nächsten Woche startet die Fifa Frauen WM, von richtigem Fieber spürt man noch nicht so viel, obwohl z.B. die Frankfurter Frauenmannschaft in ihren Erfolgen den männlichen Schlappekicker haushoch überlegen ist… Im ersten Spiel in Frankfurt treffen die Nationalmannschaften Nigerias und Deutschlands aufeinander. Am Abend vor dem Spiel tritt Seun Kuti in der Batschkapp auf. Wer Fela gesehen hat und 30 Jahre später Seun ist völlig erstaunt wie ähnlich sich Vater und Sohn sind. Seun ist die Reinkarnation von Fela! Allen, die den Newsletter bis hier hin aufmerksam gelesen haben, machen Florian Jöckel und die Batschkapp ein Spitzenangebot: Schreibt mir und gewinnt mit etwas Glück eine von 5 Karten!!

    Seun Kuti & Egypt 80
    Frankfurt, Batschkapp
    Mittwoch, 29. Juni 2011; Einlass: 20:00 Uhr; Beginn: 21:00 Uhr
    VVK
    Seun Kuti bei „Later with Joolz Holland“
    Seun Kuti im Interview

    Seun Kuti & Egypt 80 – als jüngster Sohn des Afrobeatpioniers Fela Kuti tritt Seun Kuti in die Fußstapfen seines Vaters und bringt den Afrobeat kraftvoll und authentisch auf die Bühnen Europas, Afrikas und der Welt. Bereits mit 15 Jahren übernahm Seun Kuti die Band seines verstorbenen Vater „Egypt 80“ und konnte sich schnell als neuer Kopf der Band profilieren. Auf den Straßen von Lagos wird Seun Kuti seither und selbstverständlich als Frontman der Egypt 80 akzeptiert. Heute begeistert er auch dank seiner enormen Bühnenpräsenz jedes Publikum und bringt selbst den größten Tanzmuffel dazu, sich im Takt seiner Musik zu bewegen! Mit einem Mix aus Jazz und Funk, dem unverwechselbaren Groove afrikanischer Percussion und den „Kuti-typischen“, politischen Phrasen und Gesängen führt Seun die Tradition des Afrobeats fort und bindet sich treu an das Erbe seines Vaters: „Afrobeat lebt! Seun sagt: “Die Band war die wichtigste Sache für meinen Vater. Ich wollte nicht, dass sie stirbt!”

    Vergesst nicht: Bald kommt die konzertarme Zeit, tankt schon jetzt vor.

    Man sieht sich
    Jean

     

    MusicLover 397 / Globalwize / Fat Freddy’s Drop

    Liebe Music Lover,

    nachdem es mir so einen Riesenspaß gemacht hat, gleich die vollen 2 Stunden mit Studiogästen zu verbringen, lege ich einen nach: Diesmal wird uns die fabelhafte Sängerin Brenna McCrimmon begleiten. Brenna ist bekannt aus dem Film von Fatih Akin „Crossing the Bridge“, sie hat schon oft mit Shantel zusammengearbeitet und ist derzeit Sängerin in seinem Bucovina Club Orkestar. In der Sendung mit BaBa ZuLa haben wir schon ein paar ihrer Stücke gespielt:

    Globalwize
    Mittwoch 8.06. 19-21 Uhr, Wh. 9.06. 10-12 Uhr
    Radio X Frankfurt 91.8 FM/ im Frankfurter Kabel 99.85
    Livestream http://www.radiox.de/live
    Globalwize Playlists @ WeltBeat

    Die Sendung mit BaBa ZuLa könnt ihr übrigens noch auf Soundcloud nachhören:

    Wer jenen magischen Abend 2005 im Jardin du Monde erlebt hat, wird danach brennen, die schärfste Band Neuseelands wieder zu erleben – und noch besser: Der Veranstalter Markus Gardian stiftet den MusicLovern 4 Tickets. Doch wer keines gewinnt, sollte nicht traurig sein: Fat Freddy’s Drop sind jeden einzelnen Cent wert, den man für sie aufwendet (egal, ob im Konzert oder auf Platte)!!! In einem Satz: Sie sind eine der besten aktuellen Soul-Reggae-Bands (wenn nicht die beste).

    Fat Freddy’s Drop
    Offenbach, Capitol
    27.6., 20 Uhr
    Infos zum Capitol: http://www.eventlocation-rhein-main.de/

    Sechs Jahre musste Frankfurt darauf warten, dass die Neuseeländer mal wieder ein Konzert geben. Das Musikerkollektiv lässt sich gar nicht so einfach einordnen: Ist das nun Pop, Soul, Reggae, Elektronik, Dub, Jazz? Auf einem Fundament von betörenden Loops und Grooves aus Samplern agieren eine Bläsergruppe, Gitarre, Keyboards und die betörende Stimme Joe Dukies, die nicht nur Damen schwach, sondern auch Steine weich werden lässt. Die Band, deren Sound andauernd an Farben und Stimmungen wechselt und zwingend in die Beine geht, ist dafür bekannt, ihre Stücke live immer weiter zu entwickeln – kein Konzert ist jemals gleich.

    Beste Grüße
    Jean

     

    MusicLover 396 / Rödelheimer Musiknacht / Arrested Development

    Liebe Music Lover,

    während ich im Sendesaal des HR klassisch persischer Musik lausche (Konzert Sharam Nazeri/Hossein Alizadeh, s. letzter MusicLover) ist in Rödelheim auch schwer was los:

    Samstag, 28. Mai, ab 18 Uhr
    verschiedene Orte in Fankfurt-Rödelheim
    ERSTE RÖDELHEIMER MUSIKNACHT
    Klassik – Punk – Jazz – Chöre – Rock – Folk
    Genaues Programm

    Gruppen/Programmpunkte (Auszug!): Amanda taktlos, Dejavu, k.o.d, Sunrise, Offene Bühne, Jürgen Salerno und Schüler, Petra Kühmichel und Schüler, Yapma YAP, Dreiklang, Les Imaelis mit Ismael Seck, Peter, Marco Sahlmann, Fellblech, Streichspaß, Die Rödelheimer Neuner, Milan, Jenny‘s Jazz, Dolphins & Stars, Hans Hense, B-Poet Spoken, Rosebud, Jemal Malasidze, Papa‘s Finest Boogie-Band, Human DNA, Stew Rock, Herr Ebu, Hendrick und Freunde, Wollmeik, Texas Cornflake Massacre, young music events, Ensemble Rosenbusch, Rusty Nails, Ruth Kempel, Schattentheater…

    Das schreibt der Veranstalter: “Die „allererste“ Rödelheimer Musiknacht wird von Bürgerinnen und Bürgern aus Rödelheim geplant und vorbereitet. Das Programm ist so vielseitig, aktiv und vielversprechend wie unser Stadtteil. Alle Konzerte werden von mit Rödelheim verbundenen Musikern veranstaltet, die ohne Gage den Stadtteil zum Klingen bringen… Bringen Sie Ihre Sitzgelegenheit selbst mit, Klapp- oder Liegestuhl, Picknickdecke oder Sitzkissen. Füllen Sie einen Picknick-Korb und versorgen Sie sich selbst – vielleicht auch den ein oder anderen Nachbarn. Es gibt aber auch Orte mit Bewirtung – z. B. das rollende Restaurant „Just delicious“.

    Guten Gewissens mache ich auf das Konzert dieser HipHop-Helden aufmerksam. Sie sind schon immer ihren eigenen Weg gegangen:

    HipHop
    Arrested Development
    Donnerstag, 2. Juni, 20.00 Uhr
    Batschkapp
    Frankfurt-Eschersheim, Maybachstr.
    Infos/Karten

    Hip Hop, Rap – da denkt man schnell in Klischees: Goldketten, knapp bekleidete Mädels, dumpfe Texte… Es gab allerdings schon immer Bands oder Crews, die sich dieser Zuordnung verweigerten, die mit Sprache und Beats jonglierten und eine positive Message verbreiteten. Trotz Mega-Erfolges zog es das Arrested Development Kollektiv vor, im Süden der USA weiter auf dem Land zu leben anstatt in die Stadt zu ziehen. Sie wollten nah an den Quellen bleiben, dort wo ihre Vorfahren schon Musik schöpften. Arrested Development mixen klassische Rapelemente mit afrikanischen Beats und „good ol’ downhome music“. In ihren Texten setzen sie sich mit dem täglichen Rassismus genauso auseinander wie mit Umweltfragen – Mülltrennung eingeschlossen. Sie sind schon revolutionär zu nennen: Denn ihr Rap, ist gut gelaunt und zelebriert das Miteinander ganz normaler Menschen.

    Beste Grüße
    Jean

     

    MusicLover 395 / Zaz / Sharam Nazeri & Hossein Alizadeh

    Liebe Music Lover,

    es gibt manchmal Geschichten, die an Märchen erinnern, wie z.B. die vom Mädchen, das es scheinbar direkt von der Straße auf die größten Bühnen schafft. Tatsächlich hat Zaz ihre Stimme auf Straßen und Plätzen trainiert, wie ihr in diesem Video sehen könnt:

    Zaz – Je veux
    Ich geb’ es gerne zu: Auch mich hat sie gefangen genommen. Die Französin ist im Moment das vielleicht populärste Beispiel dafür, dass Musik abseits ausgetrampelter Mainstream-Pfade möglich ist. Als „die Sensation aus der französischen Popwelt 2010“ eingeführt, traf die Sängerin – was bei aller nachbarschaftlicher Nähe so oft auch nicht vorkommt – auch den Nerv des deutschen Publikums. „Wie eine ,Piaf des Blues’, aufgejazzt von Django Reinhardt, schwebt Zazs Stimme über den Gypsy-Jazz-Beats ihres Gitarristen Guillaume Juhel, in einem Genre, das von seinen Musikern uneingeschränkte Virtuosität verlangt“, schwärmte sogar der Rolling Stone über das Album, das neun Wochen lang Platz 1 der französischen Charts blockierte. Mit umwerfender Bühnenpräsenz wird Isabelle Geoffrey alias Zaz, längst in allen Feuilletons und Kultursendern bei Radio und TV ständiger Gast, nun die Deutschen auch live begeistern. „Nicht zuletzt ist ihre Stimme, die die Menschen weg trägt und für den enormen Erfolg sorgt.“

    ZAZ
    Stadthalle Offenbach
    Samstag 21.5., 20 Uhr
    Anfahrt
    Vorverkauf

    Vor ein paar Jahren hatte ich im MusicLover auf ein Konzert des iranischen Tar-Virtuosen Hossein Alizadeh hingewiesen. Es sollte ein großartiger Abend werden und vor der Tür sprach ich noch lange mit völlig begeisterten Konzertgängern. Jetzt kommt Alizadeh mit dem grandiosen Sänger Sharam Nazeri. “Lieder der Freundschaft” ist das Motto, unter dem die zwei Meister der persischen Musik nach 15 Jahren endlich wieder zusammentreffen: Shahram Nazeri – Star der kurdischen, klassisch-persischen und Sufi-Musik – und Hossein Alizadeh, einer der wichtigsten Protagonisten der persischen Gegenwartsmusik. Die Kunst der Improvisation, die in der orientalischen Musik eine so große Rolle spielt, steht im Zentrum des Programms, in dem die beiden Stars mit den bekannten Perkussionisten Pejman Hadadi und Behnam Samani, dem Kamancheh-Spieler Sina Jahanabadi sowie Mohammad Firoozi (Ûd) und Siamak Jahangiri (Ney) das Publikum in ihren Bann ziehen. Ein großer Moment persischer Musik. Ein Konzert der Freundschaft und der Hoffnung.

    Persische klassische Musik*
    Shahram Nazeri und Hossein Alizadeh
    Samstag, 28. Mai, 20.00 Uhr
    HR – Sendesaal
    Betramstr. 8

    Vorverkauf
    Tel. 069 / 1552000

    * Die persische klassische Musik ist modal angelegt und bietet mannigfaltige Gelegenheit zur Improvisation und Ausschmückung. Feinste Glissandi und Vierteltöne führen zu einem ätherisch anmutenden Klangbild. Die Meisterschaft in dieser Form der iranischen Musik besteht darin, eine Folge musikalischer Elemente und Standards in einem einzigen Modus zu kombinieren und zu improvisieren, so dass aus einer kleinen Kette von Noten ein immer wieder völlig neues Stück entsteht.

     

    Beste Grüße
    Jean