WeltBeat
MusicLover – die Internationale des guten Musikgeschmacks-
Mai 6th, 2012AllgemeinAm 13.5. dürfen sich alle Freunde des MUSIKALISCHEN WOHNZIMMERS freuen, denn es kommt zu einem Wiedersehen – zwar nicht im Museum der Weltkulturen, dafür aber mit einer Band, die wir ganz am Anfang der Konzertreihe präsentiert haben. Dirk von Manteuffel und ich haben im letzten Jahr das Vintage Soundsystem aus der Taufe gehoben und im Rahmen der Reihe xqm zwei Abende an ungewöhnlichen Orten präsentiert: eine Hommage an den Rembetiko und eine weitere an den Swing und die von den Nazis verfolgte Swingjugend. Auf Einladung von Kostas Tsapakidis gestalten wir einen Abend in der Fabrik in Sachsenhausen, in der man übrigens sehr gut griechisch essen kann:
Vintage Soundsystem präsentiert
Frei wie ein Vogel
Manges tanzen Zeybekiko
Ein Abend für den Rembetiko
Mit Essen & Trinken
Film
einer Ausstellung
und Livemusik von Rebet Attack
13.5.12 / Essen ab 19 Uhr (Tische können über mich gebucht werden)
Die Fabrik
Mittlerer Hasenpfad 1-5, Frankfurt
Anfahrt: www.die-fabrik-frankfurt.de/service/index.php?cid=3
Eintritt für alle MusicLover freiRembetiko
Ein Zeitsprung: Die Nargile (Wasserpfeife) raucht, ein flinker Kellner bringt immer wieder heißen Tee oder Kaffee, auf einer niedrigen Bühne sitzen in einer Reihe ernst aussehende Männer in dunklen Anzügen. Ihre Instrumente fest gegen den Körper gepresst, singen sie traurig klingende Lieder. Ein Zuhörer steht auf und beginnt langsam zu tanzen. Wir befinden uns in einer schummrigen Hafenkaschemme von Piräus. Heute ist alles anders, Haschisch ist verboten; der Rembetiko war es auch (unter den verschiedenen Diktaturen). Doch er ist nicht vergessen, sondern unsterblich gemacht worden – in Plattenaufnahmen, den Namen seiner großen Interpreten und einem Film. Rembetiko war in den dreißiger Jahren die städtische Volksmusik.
In Piräus siedelten in den zwanziger Jahren zehntausende von Griechen, die als Opfer des Griechisch-Türkischen Krieges die Türkei verlassen mussten. Hier entwickelten sie u.a. aus der Caféhausmusik Smyrnas (heute Izmir) einen neuen, rauen Stil. In Kaschemmen und Teehäusern wurde dieser von kleineren Ensembles und größeren Orchestern vor einem Publikum aufgeführt, das sich seine Inspiration für extravagante Tänze aus einer mit Haschisch gefüllten Wasserpfeife holte. Re(m)betiko, eine Verschmelzung von Orient und Okzident, lässt sich noch am ehesten mit Tango oder Fado vergleichen, denn er entstand ebenso wie diese in einer spezifischen Subkultur. Die alten Lieder handeln vom Alltag des Manges, dem Haschisch-Genuss, dem Spiel, Tod und dem unausweichlichen Knastaufenthalt. Später kamen noch Lieder über den Widerstand gegen die Nazi-Barbaren und vom Schwarzmarkt hinzu. Manches Rembetiko-Lied erinnert in seiner Struktur an Blues. Ein anderes baut auf alter byzantinischer Musik auf. Der ekstatische Tsifteteli (Bauchtanz-Rhythmus) wird ebenso gespielt wie schwermütige Balladen.
Tags: Rembetiko -
Januar 26th, 2012Allgemein
Jewrhythmics
Album Releaseparty
Gast: Joe Fleisch (voc)
27.01.2012 Nachtleben / Frankfurt (Einlass: 19 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr)
Special Deal für Music-Lover 2 für 1 – bitte sendet mir eure Namen, ihr werdet dann beim Einlass auf einer Liste stehenMisirlou Video www.youtube.com/watch?v=U3mkZNzJdzg
EPK www.youtube.com/watch?v=51IIBkPCO1A
Nur noch selten gibt es in der aktuellen Musik Momente des bisher Ungehörten. Und nur noch selten gibt es Projekte, die die geläufigen Pfade verlassen, um musikalisches Neuland zu betreten. Das Projekt Jewrhythmics wagt solch einen Schritt auf ungewohntes Terrain, indem es verbindet, was bisher nicht verbunden wurde: Jiddische Klassiker, eingebettet in Synthie-Sounds der 80er-Disco-Ära. -
November 28th, 2011AllgemeinLiebe Music Lover,
ich glaube, wir haben unsere technischen Probleme nun in den Griff bekommen. Ich werde in Zukunft 1-2 MusicLover Newsletter im Monat schreiben und mehrere Nachrichten zusammenfassen.
Heute möchte ich eine Ode an die Frankfurter Clubs singen und meine Dankbarkeit für ihr Engagement und ihren Durchhaltewillen anstimmen. Vorhang auf fürs Bett, das Nachtleben (mit Geschenk an MLer!!!) und die Brotfabrik. Sorgt vor, denn je näher es an Weihnachten kommt, desto weniger interessante Konzerte gibt es zu vermelden.
Mittwoch gibt es ein Globalwize „Special Africa“ und ihr könnt euch 2 Stunden mit Musik aus Afrika und Reggae verwöhnen lassen. Vielleicht kommt Samy vom Standards setzenden Frankfurter Label Analog Africa vorbei und stellt uns neuesten Trüffeln vor – sonst muss ich sie alleine spielen.
Globalwize

Mittwoch 30.11. 19-21 Uhr, Wh. 01.12. 10-12 Uhr
Radio X Frankfurt 91.8 FM/ im Frankfurter Kabel 99.85
Livestream http://www.radiox.de/livestream.html
Globalwize Playlists @ WeltBeat http://www.weltbeat.net/?page_id=42
Alles verändert sich, wenn du es veränderst
Aber du kannst nicht gewinnen, solange du allein bist
Rio Reiser/Ton Steine Scherben„Ton Steine Scherben waren die beste Rockband, die Deutschland hervorgebracht hat. Alle, die später kamen, haben von ihnen gelernt…” (aus Rolling Stone / Oktober 2010)“ Sie waren der Soundtrack der Häuser- und anderer Kämpfe, sie waren auch die ersten, die alternative Lebensentwürfe in Songs packten und damit einen riesigen Erfolg hatten. Das Politrock-Urgestein der frühen 70er hat sich immer wieder gehäutet und steht nun 40 Jahre nach der Gründung mit einem Mix aus Ur-Besetzung und jüngeren Nachrückern auf der Bühne.
TON STEINE SCHERBEN FAMILY
“Land in Sicht – Tour 2011
Donnerstag, 1.12., 20 Uhr
Das Bett
Schmidtstr. 12, Frankfurt-GallusProgrammankündigung/Tickets http://www.bett-club.de/cp_programm/programm.php?nr=792
FB-Seite des Konzertes: https://www.facebook.com/event.php?eid=220385441353372
Und die Seite der Band http://www.scherbenfamily.de/
Desert Blues ist seit vielen Jahren eines meiner Lieblingsthemen und ich bin stolz, an den Desert Blues Anthologien (auf Network Medien/ bei Zweitausendeins) mitgearbeitet zu haben, die seit 1995 immer wieder Musik aus dem oberen Drittel Afrikas vorgestellt haben. Bei dieser Arbeit lernte ich Andy Morgan, den Manager der Band Tinariwen, Heroen des malischen Wüstenrocks, kennen. Andy ist auch ein großer Fan von Tamikrest: “Sie sind eindeutig die Zukunft der Tamasheq-Musik!” sagt er heute. Und auch ich empfehle wärmsten den Konzertbesuch.4 MusicLover darf ich auf die Gästeliste setzen – meldet euch schnell!!!!!
Tamikrest
Nachtleben
Frankfurt, an der Konstabler Wache
Montag 5.12.2011, 21 UhrProgrammankündigung/Tickets http://batschkapp.tickets.de/de/customer/events/1784-TAMIKREST
Video http://www.youtube.com/user/peterhth#p/u/5/ulJx1XXQw4U
Solche Nachrichten erfreuen: Wiederholung wegen großen Erfolges – Daniel Kahn war schon im Januar in der Brotfabrik und gab ein bejubeltes Konzert. Klezmer trifft auf zwanziger Jahre Kabarett – politisch mit Punk und Punch.
Daniel Kahn & Painted Bird
Donnerstag, 8.12., 20 Uhr
Brotfabrik
Bachmannstrasse, Frankfurt-Hausen
Programmankündigung/Tickets http://www.brotfabrik.info/index.php?id=25&month=12&year=2011Am nächsten Tag tritt dann dort die wunderbare Erika Stucky auf – auch eine Wiederholung, da ihre Show ausverkauft war.
Eine schöne Woche wünscht,
Jean
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Juni 15th, 2011Allgemein1985 besuchte ich Algerien, justament zu der Zeit, als “Pop Rai” explodierte. Meine Eindrücke verarbeitete ich in dem Artikel “Rai! Beim Barte des Propheten”

Algerien und seine Musik interessierten mich seitdem ganz besonders. Und mit Schrecken verfolgte ich die Nachrichten über den langen und blutigen Bürgerkrieg mit unscharfen Frontlinien (Islamisten gegen Bevölkerung und Armee, Armee und Polizei gegen Islamisten, Spezialeinheiten der Armee als Islamisten verkleidet gegen die Bevölkerung). Im März 1999 fielen mir zwei CDs mit algerischem Rap in die Hände und ich übersetzte einige der Texte um sie an die Fanta 4 weiterzugeben. Ich hoffte auf Solidarisierung, doch man beschied mir “Wir haben keine Zeit und beschäftigen uns mit unserem neuen Album”.Werner Pieper, der damals am Buch “Verfemt – Verbannt – Verboten. Musik & Zensur weltweit” arbeitete, veröffentlichte schließlich meinen Artikel “Alger Bomb City. Algerischer Rap im O-Ton”
Der arabische Frühling 2011 hat gezeigt, dass Dinge sich doch ändern können und so gibt es auch in Algerien wieder offenen Protest und die Forderung nach Demokratisierung.

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